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Herbstfest - RECAP

vor 5 Tagen
3 Min. Lesezeit

Am 12. September wurde es noch einmal richtig bunt auf dem Weltacker: Bei unserem Herbstfest haben wir gemeinsam den Spätsommer verabschiedet, kreativ gewerkelt, Kräuter verarbeitet, über Frauen* in der Landwirtschaft gesprochen und natürlich ordentlich Musik gemacht. Ein Nachmittag voller Begegnungen, guter Gespräche und jeder Menge Weltacker-Spirit!


Kräutersalz vom Acker

Was macht man mit den Kräutern vom Weltacker? Richtig: Kräutersalz.

Bereits Tage vorab ernteten wir so einige Kräuter bei uns auf dem Weltacker, damit sie für das Herbstfest fertig getrocknet waren und das Kräutersalz hergestellt werden konnte. Fleißig wurde gemörsert und abgefüllt. Zwischenzeitlich gab es nicht mehr für jeden einen Sitzplatz.

Damit kann jetzt jede Person zu Hause würzen, was das Zeug hält.



Tontöpfe mal anders

Auch mit Tontöpfen hatten wir beim Herbstfest einiges vor. Zuerst wurden sie bunt bemalt. Ein bemalter Tontopf ist hübsch und kann klassischerweise als Blumentopf benutzt werden, aber das wäre konträr zu unserer Jahreszeit, die wir mit unserem Fest eingeläutet haben. Also, was kann man denn sonst mit Tontöpfen anstellen …






Aus den Kunstwerken entstanden somit Futterglocken für die Vögel, die uns durch die kalte Jahreszeit begleiten. Das Besondere dabei: Auch für das Futter haben wir Zutaten direkt vom Acker verwendet. So wurde aus einem einfachen Tontopf ein praktischer Beitrag zur Unterstützung unserer gefiederten Freund.





Weltacker-Tee "Sonnenfänger": Limitierte Edition 2026


Wer noch etwas Weltacker mit nach Hause nehmen wollte, konnte außerdem unseren selbstgemachten Weltacker-Tee erwerben. Die Kräuter dafür stammen natürlich ebenfalls direkt von uns.


Und weil unsere Teeproduktion limitiert ist, gilt: Wer noch ein Päckchen ergattern möchte, kann gerne bei uns vorbeikommen und sich gegen eine Spende einen der letzten Weltacker-Tees sichern.




Frauen* in der Landwirtschaft – Wer steckt eigentlich hinter unserem Essen?

Passend zu unserem Jahresthema „Gendergerechtigkeit in der Landwirtschaft – Frauen prägen den Wandel“* durfte natürlich auch eine Weltackerführung nicht fehlen. Die Führung mit dem Schwerpunkt Frauen in der Landwirtschaft* war gut besucht und zeigte, wie vielfältig die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft ist – gestern wie heute und weltweit.



2026 ist von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Landwirtin ausgerufen worden. Das nehmen wir auf dem Weltacker bereits seit Anfang des Jahres zum Anlass, genauer hinzuschauen: Wer baut eigentlich unsere Lebensmittel an? Welche Rolle spielen Frauen dabei? Und warum sind ihre Leistungen in der Landwirtschaft vielerorts noch immer weniger sichtbar oder anerkannt?



Denn hinter unserem Essen stehen nicht nur Maschinen, Traktoren und große Agrarkonzerne, sondern vor allem Menschen. Und weltweit spielen Frauen* eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft und Ernährung – auch wenn ihre Arbeit häufig weniger sichtbar ist und sie vielerorts schlechteren Zugang zu Land, Ressourcen, Bildung und politischen Entscheidungen haben.


Auf unserer Führung haben wir uns deshalb unter anderem mit unterschiedlichen Frauen* und ökofeministischen Netzwerken beschäftigt, die Landwirtschaft, Ernährung, Naturwissenschaften und gesellschaftlichen Wandel geprägt haben. Dazu gehören beispielsweise Hildegard von Bingen, Maria Sibylla Merian und Rachel Carson sowie das Netzwerk La Via Campesina. Diese Persönlichkeiten bzw. Netzwerke zeigen, wie unterschiedlich die Wege von Frauen in der Landwirtschaft sein können – und vor allem wie viel sie bewegt haben.


Dabei wurde auch deutlich: Gendergerechtigkeit in der Landwirtschaft ist kein historisches Thema. Weltweit leisten Frauen einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssouveränität und zur landwirtschaftlichen Produktion. Gleichzeitig sind sie vielerorts mit strukturellen Benachteiligungen konfrontiert. Genau deshalb wollen wir mit unserem Jahresthema Sichtbarkeit schaffen, Fragen stellen und gemeinsam darüber diskutieren, wie eine gerechtere Landwirtschaft aussehen kann. Wenn ihr mehr über unser Jahresthema erfahren wollt: Frauen* in der Landwirtschaft


„Ungezähmter Rock – ohne Schnickschnack“


So beschreiben die Midnight Steamer ihre Musik. Die 5-köpfige Band aus Nürnberg machte den gelungenen musikalischen Auftakt für unser Herbstfest und brachte ordentliche Riffs und kraftvollen Gesang auf den Weltacker. Idyllisch mitten im Maisfeld.


Danach hieß es: Bühne frei für die letzte Ackerjäm-Session der Saison!



Und die wurde genutzt – und zwar bis zur letzten Minute. Musiker kamen zusammen, Instrumente wurden ausgepackt, improvisiert, gemeinsam gespielt und natürlich auch zugehört. Damit bekam unser Herbstfest genau den musikalischen Abschluss, den wir uns für das Ende der Saison gewünscht haben.

Ein bisschen Wehmut war dabei schon im Spiel. Schließlich war es die letzte Ackerjäm-Session der Saison. Aber wenn schon Abschied, dann bitte mit Musik.


Ein großes Dankeschön an alle, die dabei waren!

Danke an alle Besucher:innen, die mit uns Kräutersalz hergestellt, Tontöpfe bemalt, Futterglocken gebastelt, sich mit uns über Frauen* in der Landwirtschaft ausgetauscht, Tee mitgenommen, getanzt, zugehört und mitgefeiert haben.


Danke an die Midnight Steamer, an alle Musiker der Ackerjäm-Session und an alle Helfer:innen, die diesen Tag möglich gemacht haben.

Es war schön, den Weltacker noch einmal gemeinsam so lebendig zu erleben. 🌱


 
 
 

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