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August 2022

Von Innsbruck über Nürnberg nach Berlin


Weltacker-Besuch in Innsbruck
© Innovation und Zukunft Stiftung: Elna und Claudia vom Innsbrucker Weltacker (Foto Barbara Schmitz)

Begleitet vom besten Wetter und einer wundervollen Landschaft, haben wir am 08.08. den Weltacker in Innsbruck besuchen dürfen.

Claudia, vom Weltacker Innsbruck, gab uns eine Ackerführung bei der wir nicht nur die einzelnen Ackerkulturen begutachten durften. Wir tauschten uns über Anbaumethoden, Bodenvielfalt und den allgemeinen Aufbau des Weltackers aus.

© Innovation und Zukunft Stiftung: Weltacker Innsbruck (Foto Elna Tietböhl)

Wir sprachen über Bildungsangebote und ihre Umsetzung, aber auch über die Miteinbindung der Nachbarschaft auf dem Acker.

Uns ist es wichtig gemeinsam mit den nahen und fernen Nachbar:innen einen kulturellen Begegnungsort schaffen und sind über jede Idee dankbar, dies noch besser in die Tat umzusetzen.



Die allererste Saatgut gab es von Claudia für uns gleich als Geschenk on top.

Vielen Dank dafür!

 

Besuch auf dem Bioland-Hof Lämmermann
© Innovation und Zukunft Stiftung: Axel Lämmermann auf dem Familiengut Biohof Lämmermann (Foto Barbara Schmitz)

Am 12.08. bekamen wir eine Führung von Axel Lämmermann über seinen Bio-Hof. Er erzählte uns leidenschaftlich über seine Arbeit und die Motivation die ihn antreibt seinen Acker unter Bio-Standards zu bewirtschaften. Viele wertvolle Informationen bezüglich den Anbau für unseren Acker konnten wir nach diesem Besuch mitnehmen.


© Innovation und Zukunft Stiftung: Neumarkter Lammsbräu und DInkel wie Reis (Foto Elna Tietböhl)


Wir lernten die Bedeutung von Zwischenfrüchten kennen. Erfuhren, dass die Stickstoffbindung im Boden durch Leguminosen einer der Grundbausteine des ökologischen Ackerbaus ist. Axel Lämmermann klärte uns auch über die Wichtigkeit der Fruchtreihenfolge auf. Im ökologischen Landbau wird beispielsweise vermieden, nach einer Weizenernte wieder Weizen auf derselben Flächen zu säen. Dies soll das "Aufschaukeln" von Fruchtfolgekrankheiten verhindern.

Die Führung haben wir gemeinsam bei einem Getränk und Gesprächen über die Dringlichkeit einer Kehrtwende in der bisherigen Landwirtschaft ausklingen lassen.


 

Besuch beim Gemeinschaftshof vErde in Kleinsendelbach
© Innovation und Zukunft Stiftung: Besuch auf dem Gemeinschaftshof vErde, (Foto Barbara Schmitz)

Am 15.08. waren wir bei Lilly Schmidtlein auf ihrem Gemeinschaftshof.

Durch diesen Besuch haben wir neue Perspektiven für unsere zukünftige Ackerbewirtschaftung in Erfahrung bringen können. Wir sprachen über Agroforstwirtschaft, in welcher wir ein großes Potential für die landwirtschaftliche Zukunft aber auch für unseren Acker sehen. Lilly machte uns jedoch noch neugieriger als sie von der, uns vorher noch nicht bekannten, syntropischen Landwirtschaft berichtetet. Diese Art der Landwirtschaft nimmt sich die Natur als Vorbild und beruht auf einem komplexen Zusammenspiel verschiedener Pflanzen und Organismen, welche sich gegenseitig schützen und Nährstoffe zu Verfügung stellen.

Dazu wird es demnächst einen gesonderten Beitrag mit mehr Informationen geben.

 

Internationales Partneräckertreffen auf dem Berliner Weltacker

Vom 26.08. bis 28.08. fand das erste internationale Partneräckertreffen in Berlin statt. Viele Vertreter:innen der mittlerweile über 15 Weltäcker waren in Berlin, sowohl präsent als auch online anwesend. Das wissensreiche und zugleich inspirierende Wochenende wurde mit einer Ackerführung vom Gärtner Ekke eingeläutet. Danach moderierte Benny Haerlein uns durch den Abend. Wir bekamen von ihm Einblicke zur Entstehung des ersten Weltackers in Berlin, worauf sich anschließend die daraus entstanden Weltäcker samt ihrer Vertreter:innen vorstellten.


Am Samstag wurden die Köpfe in verschiedenen Workshops zusammengesteckt. Themenvielfalt war reichlich gegeben. Es ging ums Klima, Bodendiversität, Artenvielfalt, Verntzung der Weltäcker untereinander oder die Lebensmittelverschwendung. Im spezifischen wurden auch einzelne Weltäckerkonzepte vorgestellt. Denn nicht jeder Weltacker ist gleich. In Osnabrück werden die Ackerkulturen bspw. nach der "planetary health diet" angebaut.


Sonntagvormittag drehten sich die Gespräche um Zahlen, Fakten und Daten.

Mit großer Motivation und etlichen Inputs für die nächsten Schritte bezüglich unseres Nürnberger Weltackers, verabschiedeten wir uns am Nachmittag und traten die Heimreise an.

Das nächste Treffen ist schon in Planung.


Der krönende Abschluss des Augusts

Kaum aus Berlin zurückgekehrt machten sich die Herren von der Baumpflege Owens auf unserem Weltacker zu schaffen, um den 12 Platanen eine neue Frisur zu verpassen. Beim Baumkronenschnitt ging es allerdings nicht um einen Formschnitt oder um Ansehnlichkeit, sondern war aufgrund der Entsiegelungsarbeiten von Nöten. Es werden im September Wurzelgräben um die Bäume gezogen und in diesen Abschnitten wird per Hand entsiegelt. Trotzdem wird ein minimaler Teil der Wurzeln gekürzt werden. Die Bäume werden dadurch aber keinen Schaden erleiden. Damit die Platanen aber nicht mit dem plötzlichen Eingriff in ihrem Wurzelwerk überfordert sind, muss zu gleichen Teilen Wurzel und Baumkrone beschnitten werden.

Die gehäckelsten Blätter und Äste werden nach Entsiegelung und Auftragen des Oberbodens als Mulch wiederverwendet (syntropische Landwirtschaft, Permakultur). Eine Win- Win Situation sozusagen.


Mehr dazu erfahrt ihr in unserem kommenden Blogbeitrag, bei dem es speziell um das Thema Entsieglung geht.

 

Das war also unser ereignisreicher August. Der September wird nicht weniger spannend! Die Entsiegelung ist im vollen Gange und auch im Hintergrund sind wir fleißig am werkeln. Wer bis zum nächsten Beitrag nicht warten kann und noch weitere Fragen hat: Wir sind auf dem Acker um eure Fragen zu beantworten oder auch über eure Ideen und Wünsche bezüglich des Weltackers zu reden.

- am 13.09. ab 17 Uhr

- am 25.09. ab 17 Uhr

- am 05.10. mit unseren Architekten ab 17 Uhr


Kommt gerne vorbei, wir freuen uns auf euch.







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