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Juli 2023

Aktualisiert: 8. Sept. 2023

Mit einem Wimpernschlag ist der Juli auf dem Weltacker Nürnberg vorüber gezogen. Zumindest kam es uns so vor. Dieser Monat war geprägt von vielen einmaligen Erlebnissen, Erfahrungen die wir das erste Mal machten, bis hin zu Meilensteinen, die in die Geschichte des Weltacker Nürnbergs eingingen. Beginnen wir doch gleich mal mit Letzteren:


Weltackereröffnungsfeier am 02.07.2023

© Henning Persian

Nach einem Jahr Vorbereitungszeit, auf und um den Acker, war es soweit,. Die große Eröffnungssause am 02.07. konnte beginnen. Der Weltacker Nürnberg ist mittlerweile einer von 20 Äckern auf der Welt, welcher sich u.a. mit der globalen Ernährungsgerechtigkeit beschäftigt. Themen welche augenscheinlich erst einmal nichts mit dem Weltacker zu tun haben werden demnächst . Von Geschlechtergerechtigkeit über Wasserverbrauch oder aber über nachhaltigen Städtebau und viele weitere wichtige Themen, basierend auf den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs), werden in den kommenden Monaten expliziter zur Sprache kommen. Dieses Projekt ist aber noch mehr als das, er ist ein interkultureller Begegnungsort für jung und alt. Von klein bis groß. Für jeden geöffnet und das rund um die Uhr.


© Henning Persian

Wir haben uns bewusst dafür entschieden, diesen Ort nicht einzuzäunen. Jede:r soll die Möglichkeit bekommen, unseren Weltacker zu besuchen. Ob vor, während bzw. nach der Arbeit oder der Schule. Ob gemeinsam mit Freund:innen, Familie oder alleine. Zum Entspannen mit Freund:innen, Kolleg:innen oder alleine, zum Informieren oder zum Diskutieren. Der Weltacker ist ein Bildungs- und Aufklärungsort aber eben auch eine grüne Wohlfühloase, von denen wir wenige in der Stadt besitzen.


Zurück zu unserer Eröffnungssause: Reges Treiben und Schlange stehen gab es bereits ab 12 Uhr beim Saatgutbomben basteln und Kinderschminken. Ob Schmetterlinge, Marienkäfer oder Einhörner, viele Tiere, real und fiktiv tummelten sich dadurch im Laufe des Tages. Die Eltern konnten währenddessen Hummeln begutachten, die an unseren Disteln, Mohnblumen und Kamillen am Arbeiten waren.

Bevor der erste Programmpunkt auf dem Plan stand, konnten sich die kleinen Tiger und Einhörner, Marienkäfer und Schmetterlinge samt ihrer Eltern erst einmal stärken. Dank des Suppenkaspars aus Fürth und des Restaurant Paradies aus Nürnberg, war die Verpflegung sicher gestellt. Die Wahl fiel nicht zufällig auf diese Gastronomiebetriebe, denn sie waren bereits Teil des SDGs go local Projekt "Rest-e-los genießen.". Neben den Speisen konnten die z.T. gesponsorten Getränke vom Neumarkter Lammsbräu zur Erfrischung genossen werden.


© Elna Tietböhl, Innovation und Zukunft Stiftung

Frisch gestärkt oder gerade eingetroffen hat um 14 Uhr das Theater salz+pfeffer ihr Stück vom gestiefelten Kater vor einer Kinder- und Erwachsenenschar aufgeführt.

Eine Stunde später folgten unsere feierlichen Eröffnungsreden: Vom Oberbürgermeister Marcus König, über den Bürgermeister Christian Vogel bis hin zur Stadträtin Andrea Bielmeier. In allen Reden ist, neben der Freude einen Weltacker in Nürnberg zu haben, die Dringlichkeit von Entsiegelung zur Sprache gekommen. Entsiegelung ist nicht nur wichtig für das Stadtklima und der immer größer werdenden Dunstglocke in Nürnberg im Sommer, sondern spielt auch in die große Thematik Abwasser und Biodiversität hinein. Mehr zum Thema Entsiegelung findet ihr hier.


Wir möchten uns hier nochmals bei der DATEV, welche uns schon von Stunde Null des Weltacker Projekts unterstützt. Bereits seit Dezember 2021 fördert die DATEV den Weltacker und wurde somit für zwei Jahre der Hauptsponsor des Weltacker Nürnbergs. Darüber hinaus arbeiten wir gemeinsam mit Bluepingu e.V. und dem DATEV Künstlerkollektiv zusammen um nächstes Jahr gemeinsam unsere graue Lärmschutzwand in ein buntes Kunstwerk zu verwandeln. Des Weiteren wurde ein Teil des Weltacker-Lastenrads von der DATEV gefördert.


Ebenfalls gilt ein großer Dank an die Stiftung HypoVereinsbank Stiftergemeinschaft, welche uns über die Hildegard und Toby Rizzo Stiftung sowie Dr. Fritz und Olga Zink Stiftung. Dank der HypoVereinsbank konnten wir unsere Kosten 2022/23 minimi


Ihr habt uns auch bestimmt schon mit unserem feshen Lastenrad auf und um den Weltacker düsen sehen, oder? Dank der Sparkasse, die uns ein Teil des Lastenrads gefördert hat, können wir (fast) komplett auf das Auto verzichten.


Das der Weltacker überhaupt Früchte tragen konnte, verdanken wir u.a. der Ökomodellregion. Diese hat nicht nur einen Großteil unseres Saatguts gefördert, sondern darüber hinaus auch etliche Geräteanschaffungen, sowie einen Teil des Brunnenbaus.


Besucher:innen auf dem Weltacker

Pünktlich nach der Eröffnung besuchten uns die ersten Schulklassen auf dem Weltacker. Von Grundschule über Mittelschule bis hin zur Berufsschule waren Klassen auf und sogar im Weltacker. Es ist uns nicht nur ein Anliegen die Schüler:innen und Lehrer:innen über unser Projekt zu informieren, der Weltacker ist noch viel mehr. Ein Ort zum Anfassen und Mitwirken. Gemeinsam mit den Schüler:innen haben wir Erbsen geerntet und neu gesät, Beikraut gejätet, eine Kräuterspirale gebaut, gemulcht und bewässert. Wir fertigten gemeinsam Saatgutbomben an, welche daraufhin zum einen im Westpark verteilt und zum anderen mit nach Hause genommen wurden. Im Zuge der Projektwoche der Carl-Ossietzky-Mittelschule, entstanden von Schüler:innen Plakate über den Weltacker, welche am Ende der Projektwoche in der Schule ausgestellt wurden.


© Elna Tietböhl, Innovation und Zukunft Stiftung

Aber nicht nur menschliche Besucher:innen waren im Juli bei uns zu Besuch. Die Artenvielfalt auf dem Weltacker ist in den letzten Monaten erheblich gewachsen.

Von Hummeln, Marienkäfer, diversen Schmetterlingen, über blaue Holzbienen, Feuerkäfer oder aber auch Hasen und etliche Vögel waren vertreten.

Einige Schüler:innen haben auch besondere Freundschaften mit unseren Hummeln geschlossen, Ganz behutsam streichelten die Schüler:innen die Hummeln und stellten fest, dass diese ganz friedliche Tiere sind.


Über jeden einzelnen Käfer, Schmetterling, Vogel, Regenwurm freuen wir uns auf dem Weltacker. Ein Zeichen der immer größer werdenden Artenvielfalt.




Rund um den Weltacker

Man traf unser Team aber nicht nur auf dem Weltacker an. Am Freitag, den 14.07. waren wir zeitgleich auf zwei Veranstaltungen vertreten. Alex (Gärtnerische Leitung) schloss sich mit der Essbarten Stadt und dem GartenNetzwerk Nürnberg zusammen und hielt bei der Eröffnung des Nachhaltigkeitswochenendes auf dem Erfahrungsfeld der Sinne die Stellung. Katrin (Leitung Bildung- und Wissenstransfer) und ich (Projktleitung) durften einen Input zur Arbeit vom Weltacker am Abschlussabend der Sustainable Conference geben.


Besuch der BUGA und dem Weltacker Mannheim

© Elna Tietböhl, Innovation und Zukunft Stiftung

Ein weiteres Ereignis außerhalb des Weltackers war der Besuch bei unseren Freund:innen in Mannheim. Im Zuge der BUGA 2023 konnte dort ebenfalls ein Weltacker entstehen. Gemeinsam mit den Kolleg:innen aus ganz Deutschland trafen wir uns am 21.07. auf dem BUGA-Gelände. Das Weltacker-Sommerfest diente nicht nur dazu, den Mannheimer Acker in voller Blüte anzuschauen. Zusätzlich hatten wir Zeit für einen Austausch untereinander.


© Elna Tietböhl, Innovation und Zukunft Stiftung

Wir sprachen über Entsiegelung, Finanzierungsmöglichkeiten und über neu entstehende Weltäcker, von denen sogar ein paar Vertreter:innen anwesend waren.

Am späten Nachmittag wurde nach einer Ackerbesichtigung, der Rede von Cem Özdemir Gehör geschenkt.


Mit all diesen Erfahrungen, Eindrücken, Feedback, Meilensteinen sind wir in den August gestartet. Wir freuen uns auf jedes weitere Erlebnis auf und um Weltacker in den kommenden Monaten.


Ihr seid herzlich eingeladen, uns auf dem Weltacker besuchen zu kommen. Ob zum Verweilen oder zum Mithelfen. Aus welchen Gründen ihr auch den Weg zu uns findet, fühlt euch Willkommen!


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